Neue Ufer
Duwe · Möller · Warwas
Seit mehr als 30 Jahren widmen sich die Norddeutschen Realisten der Malerei unter freiem Himmel. Auch das Flensburger Schifffahrtsmuseum verbindet eine lange Ausstellungstradition mit der Künstlergruppe: Bereits 1991 lud Museumsgründerin Dr. Jutta Glüsing fünf Künstler ein, die Flensburger Förde gemeinsam malerisch zu erkunden.
2026 kehren Tobias Duwe, Lars Möller und Till Warwas an die Förde zurück. Ausgangspunkt sind historische Postkarten aus der Sammlung des Flensburger Kunsthistorikers Thomas Messerschmidt, die von der Blütezeit der Fördeschifffahrt um 1900 erzählen.
Damals verband ein dichtes Netz von Dampferlinien die Orte rund um die Förde. Rund eine Million Fahrgäste nutzten jährlich die Schiffe – für den Alltag ebenso wie für Ausflüge. Die Dampfer erschlossen eine Landschaft, die schon damals Künstler und Ausflügler gleichermaßen faszinierte.
Heute sind die meisten historischen Anleger verschwunden. Die Landschaft aber ist geblieben. Duwe, Möller und Warwas folgen den Spuren der alten Fördedampfer und richten ihren ganz eigenen Blick auf die vertraute Küste: auf wechselndes Licht, Wetter, Farben und die besondere Atmosphäre der Förde.
Historische Postkarten treffen auf zeitgenössische Pleinair-Malerei – und eine alte Faszination wird neu entdeckt.
Übrigens:
Zur Ausstellung erscheint ein begleitender Katalog in Zusammenarbeit mit der Kunsthandlung Messerschmidt.